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Was Supervision ist

Supervision ist berufsbezogene, externe Beratung, zumeist innerhalb von Organisationen. Es handelt es sich um Gespräche, die die vielfältigen Probleme einer Organisation, der beruflichen Gestaltung, der persönlichen Belastung und der gesamten Durchführung des Berufes unter Einschluss der dazugehörigen Umgebung (Kollegen, Mitarbeiter, Leitung) zum Inhalt haben.

Supervision ist ein Prozess der Reflexion über die eigenen, beruflichen Rollen und Beziehungen vor dem Hintergrund der organisatorischen Rahmenbedingungen, in denen die berufliche Tätigkeit erfolgt. Dies dient der Sicherung der professionellen Arbeitsqualität und der Weiterentwicklung der fachlichen und persönlichen Zusammenarbeit. Im Unterschied zu Selbsterfahrung und Psychotherapie steht die Persönlichkeit des Einzelnen mit ihrer lebensgeschichtlichen Entwicklung aber nicht im Fokus. Supervision kann Reflexion mit Instruktion verbinden und hat dann auch Fortbildungscharakter.

Supervision erhöht die Arbeitszufriedenheit, leistet einen Beitrag zur Psychohygiene und fördert die Qualität fachlicher Arbeit. Sie unterstützt bei der Bewältigung komplexer Anforderungen in der Arbeit. Da sie Rollen und Strukturen klärt und Kontextbedingungen einbezieht, berührt sie sich vielfach mit Teamentwicklung und Organisationsberatung.

Teamsupervision ist die wohl häufigste Variante von Supervision. Dies bedeutet die berufliche Beratung längerfristig zusammenarbeitender Gruppen von Mitarbeitern, wozu auch unmittelbar Vorgesetzte zählen, die daher an der Supervision teilnehmen sollten.

Teamsupervision hilft, Konflikte untereinander zu klären und die Kooperation im Team und mit dem Umfeld zu verbessern. Sie ist in zahlreichen Arbeitsfeldern ein anerkannter Qualitätsstandard.

Auch für Leitungsteams (z.B. in Stationsleitungen oder Oberärzte in Kliniken) werden Supervisionen nachgefragt und von mir angeboten.

 

Wie ich Supervision anbiete

Als Supervisor bringe ich die Erfahrung aus zwei Jahrzehnten klinischer Tätigkeit als Arzt, Psychiater und Psychotherapeut auf unterschiedlichen Positionen ein. Ich kann helfen, neue Perspektiven auf Probleme zu eröffnen, Denkanstösse zu geben und Lösungswege zu finden. Oft geht es zunächst darum zu unterscheiden, was veränderbar ist, was bewahrt werden soll und was hingenommen werden muss.

Als gruppenanalytischer Supervisor verzichte ich auf Rollenspiele und Aufstellungen, stattdessen fördere ich den lebendigen und spontanen Austausch über arbeitsbezogene Themen, die die Mitarbeiter beschäftigen. Gelegentlich benutze ich ein Flipchart zur Veranschaulichung von Prozessen oder Organisationdynamiken.

In der psychiatrisch-psychotherapeutischen, psychosozialen oder sozialen Fallarbeit in Institutionen biete ich reine Fallsupervisionen an, die einen höheren Anteil an fachärztlicher Unterstützung bzw. fachlicher Anleitung enthalten können. Diese fallbezogenen Beratungen stellen eine Variante konsiliarärztlicher Tätigkeit dar. Hierbei steht der Patient im Mittelpunkt des Gespräches, das zum Ziel hat, die Behandlung des Patienten zu optimieren, zu gestalten oder behandlungsstrategisch zu erarbeiten. Krankheitsverursachende Zusammenhänge, die im Bereich des Unbewussten liegen, sollen erkannt und damit der Behandlung zugänglich gemacht werden.